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Claudia Schneider de Assis - Praxis für körperorientierte Psychotherapie und systemische Traumatherapie EMDR (HPG)

Systemische Traumatherapie EMDR

Ein Trauma ist eine extrem belastende Erfahrung, der wir hilflos ausgesetzt sind. Es kann unser Leben ab diesem Moment auf negative und schwächende Weise beeinflussen, sodass wir nicht mehr frei unser Leben gestalten können, wie wir es möchten. Man spricht von Traumata mit grossem „T“ wie Unfällen, Naturkatastrophen, körperlichen Übergriffen durch andere Personen u.a., die oft zum Posttraumatischen Belastungssyndrom führen können. Dies hat vielerlei Symptome, wie z.B. Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Angstzustände, erhöhte Schreckhaftigkeit, Rückzug, Alpträume, Flash Backs, bis hin zu Veränderungen in der Persönlichkeit. Aber auch Traumata mit kleinem „t“, das sind Erfahrungen (meist aus der Kindheit), die negative oder beengende Überzeugungen entstehen lassen, können Menschen sehr verändern und belastende Störungen nach sich ziehen wie Depressionen, Ängste, psychosomatische Beschwerden, etc.

Dennoch kann es gelingen, mit dem Schrecken fertigzuwerden, ihn in die Vergangenheit zu packen und ein wieder eine selbstbestimmtes Leben zu führen.

Reden als Therapieform ist hier nicht angemessen, kann sogar schädlich sein, weil man das gleiche beim Erzählen wieder erleben kann, ohne es bewältigen zu können. Aufgrund der besonderen Art wie wir Menschen in unseren Gehirnen mit solchen schlimmen Erfahrungen umgehen, braucht es besondere traumaspezifische Verfahren, die zur Heilung führen können.

 

EMDR (Eye Movement Desensitisation and Reprocessing) bringt die Einzelteile der traumatischen Erinnerungen zusammen, indem man mit der Therapeutin Rechts-Links-Bewegungen der Augen (oder andere Rechts-Links-Stimulationen) ausführt und dadurch das Gehirn anregt, das Erlebte zu verarbeiten. Begleitend findet eine intensive Ressourcenarbeit statt, indem die betroffene Person Schritt für Schritt wieder mit den eigenen Stärken, Fähigkeiten und stabilem Körpererleben in Kontakt gebracht wird. Der Körper spielt in der Traumaarbeit eine besondere Rolle, weil er den erlebten Schrecken speichert, von dem man sich natürlich fernhalten will. So hält man sich mit der Zeit auch vom eigenen Körper und seinen Empfindungen und Gefühlen fern, sodaß man irgendwann auch nicht mehr weiss was einen selbst ausmacht, und wo man hin möchte – man verliert im wahrsten Sinne des Wortes die Orientierung.

Verbunden mit Elementen der Gesprächs-, Körper- und Maltherapie kann die Systemische Traumatherapie EMDR die traumatischen Erinnerungen so ins Leben integrieren, daß sie nicht mehr belastend sind und man wieder sein eigenes Leben leben kann, so wie man es will.

Mittlerweile hat EMDR auch in anderen Themenbereichen sehr gute Erfahrungen gebracht: bei Allergien, bei chronischen Schmerzen, bei psychosomatischen Beschwerden sowie bei transgenerationalen Traumata.